3. September 2020
Joint Innovation Lab

Datensouveränität im E-Government: BMBF fördert Verbundprojekt

Zur Förderung der sogenannten „Digitalen Souveränität“ von Bürger:innen entwickeln das Institut für Multimediale und Interaktive Systeme und der Ethical Innovation Hub der Universität zu Lübeck gemeinsam mit der Hansestadt Lübeck und der MACH AG im Joint Innovation Lab neue Informations- und Interaktionsangebote auf kommunaler Ebene.

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Summary

Ziel des Vorhabens ist es, auf Webseiten der kommunalen Verwaltung Angebote zur Verfügung zu stellen, die den Bürger:innen die Verwendung ihrer Daten vermitteln. In einem menschzentrierten, partizipativen Entwicklungsprozess entwickelt das Projekt so genannte Demonstratoren. Visualisierungen, Simulationen, sowie Methoden des Micro-Learning und der Gamification werden in Labor- und Feldexperimenten auf ihre Wirkung untersucht.

„Mit Blick auf die zunehmende Verwendung von KI-Systemen in öffentlichen Verwaltungen spielt Datensouveränität eine sehr wichtige Rolle für faire und gesellschaftlich akzeptierte Anwendungen. Das Verbundprojekt leistet hier einen wertvollen Beitrag für die zukünftige Gestaltung der Beziehungen und Interaktionen zwischen Bürgerinnen und Bürgern und Verwaltungen.“

Prof. Dr. Moreen Heine, Leiterin des Projekts

Bürger:innen sind gut beraten, souverän mit ihren Daten umzugehen. Öffentliche Verwaltungen können diese Kompetenzen im Umgang mit Daten außerhalb eines kommerziellen Kontextes fördern. Zur Förderung dieser sogenannten „Digitalen Souveränität“ von Bürger:innen entwickeln das Institut für Multimediale und Interaktive Systeme und der Ethical Innovation Hub der Universität zu Lübeck gemeinsam mit der Hansestadt Lübeck und der MACH AG im Joint Innovation Lab neue Informations- und Interaktionsangebote auf kommunaler Ebene. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung fördert das Projekt mit ca. 750.000€ für die kommenden drei Jahre.

Zum Projektstart trafen sich alle Partner im Joint Innovation Lab im Hochschulstadtteil Lübeck. Der Verein Nucleon e.V. brachte beim Kick-off seine Kompetenzen zur Beteiligung der Zivilgesellschaft und zur selbstbestimmten Wissensaneignung im MINT-Bereich ein.

Ziel des Vorhabens ist es, auf Webseiten der kommunalen Verwaltung Angebote zur Verfügung zu stellen, die den Bürger:innen die Verwendung ihrer Daten vermitteln. In einem menschzentrierten, partizipativen Entwicklungsprozess entwickelt das Projekt so genannte Demonstratoren. Visualisierungen, Simulationen, sowie Methoden des Micro-Learning und der Gamification werden in Labor- und Feldexperimenten auf ihre Wirkung untersucht. Ethische Überlegungen und Fragen nach der gesellschaftlichen Bedeutung der Anwendungen werden von Anfang an in die Entwicklung einbezogen.

 

Verwertungsreife Lösungen als Open Source Komponenten

Die verwertungsreifen Lösungen stehen nach Projektende als Open-Source-Komponenten zur freien Verwendung zur Verfügung. Nicht zuletzt können die von Bürger:innen im Umgang mit der kommunalen Verwaltung erworbenen digitalen Kompetenzen in anderen Lebensbereichen, zum Beispiel in Sozialen Netzwerken, wirken und so digitale Souveränität fördern.

Prof. Dr. Moreen Heine, Leiterin des Projekts, sagt zum Projektstart: „Mit Blick auf die zunehmende Verwendung von KI-Systemen in öffentlichen Verwaltungen spielt Datensouveränität eine sehr wichtige Rolle für faire und gesellschaftlich akzeptierte Anwendungen. Das Verbundprojekt leistet hier einen wertvollen Beitrag für die zukünftige Gestaltung der Beziehungen und Interaktionen zwischen Bürgerinnen und Bürgern und Verwaltungen.“

 

Informationelle Selbstbestimmung für die Smart City Lübeck

Dr. Stefan Ivens, Chief Digital Officer der Hansestadt Lübeck: „Die Hansestadt Lübeck sieht in diesem Verbundprojekt die Chance, Datenströme in der Verwaltung zukünftig transparenter und verständlicher darzustellen zu können. Unser Ziel ist es, Bürger:innen dabei zu unterstützen, souverän mit Ihren Daten umzugehen und informationell selbstbestimmt in einer Smart City zu leben.“

 

 

„Die Hansestadt Lübeck sieht in diesem Verbundprojekt die Chance, Datenströme in der Verwaltung zukünftig transparenter und verständlicher darzustellen zu können. Unser Ziel ist es, Bürger:innen dabei zu unterstützen, souverän mit Ihren Daten umzugehen und informationell selbstbestimmt in einer Smart City zu leben.“

Dr. Stefan Ivens, Chief Digital Officer der Hansestadt Lübeck

Jan Hedtfeld, Leiter des Bereichs Innovation der MACH AG, über das Projekt: „Datensouveränität spielt in unserer Gesellschaft eine immer wichtigere Rolle – insbesondere in Hinblick auf das Thema Smart City, bei dem ebenso wie bei den Bürgerservices viele Daten anfallen. Wir freuen uns, gemeinsam mit unseren Verbundpartnern einen Beitrag zu diesem wichtigen Thema leisten zu können.“

Dr.-Ing. Christian Herzog und Dr. Daniela Zetti, Leiter und stellvertretende Leiterin des Ethical Innovation Hub, eine Kooperation des Instituts für Medizinische Elektrotechnik und des Instituts für Medizingeschichte und Wissenschaftsforschung, über das Projekt: „Wir freuen uns, Teil dieses interdisziplinären Projektes zu sein, in dem auch die ethischen Aspekte von Anfang an berücksichtigt werden. Der digitale Kontakt mit der Verwaltung soll für mehr Komfort, aber vor allem auch für sozial gerechte Teilhabe und eine kritische Auseinandersetzung mit staatlichen Organen sorgen. Wichtige Schlüsselkonzepte sind hier die Digital- und Datensouveränität.“

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Mann mit einem schwarzen Fahrrad
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Wie Deutschland bei der Digitalisierung neue Fahrt gewinnt

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