20. November 2018

Studie: Prozessmanagement in der öffentlichen Verwaltung

Die Studie der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg und der MACH AG ermittelt den Status quo des Prozessmanagements in öffentlichen Einrichtungen. Sie klärt die Relevanz von Prozessmanagement für diesen Bereich und zeigt Handlungspotenziale und -alternativen auf.

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Summary

Die Ergebnisse verdeutlichen, dass der derzeitige Status quo des Prozessmanagements noch viel Raum für Verbesserungen lässt. Insbesondere betrifft dies den Einsatz von zielgerichteten Methoden, um Arbeitsabläufe transparenter abzubilden und optimiert umzusetzen.

Prozessmanagement unterstützt dabei, Veränderungen mitzumachen – und mehr noch: diese selber zu bestimmen.

Keine Digitalisierung ohne Prozessmanagement

Ob bei der Einführung von E-Rechnung, E-Beschaffung, E-Akte, E-Zusammenarbeit oder bei der Automatisierung von Prozessen Prozessmanagement ist heute aus Software-Projekten nicht mehr wegzudenken.

Darüber hinaus steht fest, dass sich die Arbeitsprozesse in der modernen Welt verändern. Schlagworte wie Digitalisierung, Industrie 4.0, „The Second Machine Age“, Künstliche Intelligenz und Flexibilisierung von Arbeit dominieren die öffentliche Diskussion. Prozessmanagement unterstützt die Menschen hinter diesen Begriffen dabei, die Veränderungen mitzumachen – und mehr noch: diese selber zu bestimmen.

Ergebnisse der STudie In Auszügen

Wachstumspotenzial

Transparenz 

Controlling

Unterstützungsprozesse

Wachstumspotenzial

Prozessmanagement wird künftig einen höheren Stellenwert einnehmen. So erwartet es die Mehrzahl der Befragten.

Transparenz 

Prozesse bringen einen besseren Überblick über Organisationsabläufe in der eigenen Organisation. Automatisierung spielt bisher noch keine große Rolle.

Controlling

Controlling sowie Maßnahmen der kontinuierlichen Verbesserung finden bisher nur in begrenztem Umfang Anwendung.

Unterstützungsprozesse

Der Digitalisierungsgrad von Unterstützungsprozessen ist eher hoch einzuschätzen, gefolgt von Kernprozessen.

Studie bringt Licht ins Dunkel

„Einige Verwaltungen scheinen im Bereich Prozessmanagement schon weit vorangeschritten zu sein, während andere noch Nachholbedarf und Raum für Verbesserungen haben – so ist zumindest der subjektive Eindruck", sagt Stefan Mensching, Vorstand Beratung bei der MACH AG, über die aktuelle Lage im öffentlichen Bereich. Es schien daher notwendig, diese vage Einschätzung einer genaueren Prüfung und Analyse zu unterziehen.

Die Hochschule Bonn-Rhein-Sieg hat sich in Kooperation mit der MACH AG diesem Thema angenommen und eine umfangreiche Studie zum Thema Prozessmanagement in der öffentlichen Verwaltung durchgeführt. Die Studie gibt einen Überblick des derzeitigen Status quo von Prozessmanagement in öffentlichen Verwaltungen.

Zusammenfassung der Studienergebnisse

Die Studie zeigt, dass im Bereich Prozessmanagement große Potenziale noch ungenutzt bleiben. Damit sich dies ändert, muss der Stellenwert des Prozessmanagements in den öffentlichen Einrichtungen erhöht werden. Ein Großteil der Befragten erwartet, dass dies in naher Zukunft der Fall sein wird. Insbesondere betrifft dies den Einsatz von zielgerichteten Methoden, um Arbeitsabläufe transparenter abzubilden und optimiert umzusetzen.

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