8. Oktober 2018

Das Joint Innovation Lab und was es damit auf sich hat

MACH ist dabei, gemeinsam mit der Universität zu Lübeck und dem Land Schleswig-Holstein ein Joint Innovation Lab zu gründen. Damit entsteht eine neue Plattform, die Innovationen für die öffentliche Verwaltung treibt und fördert. Was verbirgt sich hinter diesem Vorhaben und wie könnte die Zusammenarbeit mit zukünftigen Partnern aussehen?

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Das JIL ist in der Lage, in kürzester Zeit Lösungen zu finden und erste Prototypen zu erstellen, da notwendige Bereiche direkt involviert sind.

Jan Hedtfeld, Blockchain Experte und Leiter Joint Innovation Lab

Was hinter dem Joint Innovation Lab steht

Mit dem Joint Innovation Lab (JIL) wird in Lübeck ein neuer Experimentierraum geschaffen, der eine enge und iterative Zusammenarbeit von Wissenschaft, Wirtschaft und Verwaltung ermöglicht. Unter Einsatz modernster Arbeitsmethoden und innovativer Lösungsansätze werden im JIL neue Lösungen für Verwaltungen entstehen, die den Digitalisierungsprozess in Verwaltungen beschleunigen sollen. Dabei entsteht die Geschwindigkeit und das zielgerichtete Vorgehen daraus, dass die sonst einzeln agierenden Bereiche fokussiert und lösungsorientiert zusammenarbeiten und sich gegenseitig inspirieren.

Mission Statement

Leistungsfähiges Ökosystem: Wir wollen durch die enge Zusammenarbeit zwischen den Beteiligten aus Verwaltung, Wirtschaft und Wissenschaft mit dem Joint Innovation Lab ein leistungsfähiges und innovatives Ökosystem für die digitale öffentliche Verwaltung aufbauen.

Menschzentrierte Technologien: Im Usability-Engineering stehen Methoden der Software-Entwicklung im Rahmen von nutzerzentrierten Entwicklungsprozessen im Vordergrund.

Innovative Lösungen: Es sollen innovative Lösungen für die Umsetzung der Digitalen Agenda der Bundesregierung geschaffen werden.

Schnellere Digitalisierung: Das JIL wird konkrete Lösungsansätze, Ideen und Wege aufzeigen um den Bedarf, den Deutschland bei der Digitalisierung hat, schneller aufzuholen.

Gesellschaftlicher Nutzen: Das übergeordnete Ziel besteht darin, innovative Lösungen zu schaffen, die für jeden Bürger in Deutschland einen Nutzen generieren.

Was das Joint Innovation Lab ausmacht

Das Joint Innovation Lab zeichnet sich durch bestimmte Eigenschaften aus und unterscheidet sich so von anderen Forschungseinrichtungen:

DNA des Joint Innovation Lab

Schnelligkeit

Nachhaltigkeit

Innovation

Praxisnähe

Offenheit

Wir glauben, dass wir den Digitalisierungsprozess in den öffentlichen Verwaltungen durch ein iteratives und agiles Vorgehen unter enger Zusammenarbeit der drei Bereiche Wirtschaft, Wissenschaft, Verwaltung beschleunigen können. Das JIL ist so in der Lage, in kürzester Zeit innovative und wirkungsvolle Lösungen zu finden und erste demonstrierbare und überprüfbare Prototypen zu erstellen.

Mit dem Joint Innovation Lab werden nachhaltige Strukturen geschaffen, um Kooperationen langfristig und vertrauensvoll zu etablieren.

Das JIL ist innovativ darin, Einzelideen der beteiligten Bereiche zu verknüpfen und daraus Neues zu schaffen.

Das JIL wird eng mit Beteiligten aus der Praxis zusammenarbeiten – vom Bürger bis hin zum Mitarbeiter der Verwaltung und Entscheidern. Daraus erwächst zugleich ein hoher praktischer Nutzen für die Gesellschaft.

Das JIl bietet einen offenen Raum, um bestehende Lösungen teamorientiert kritisch zu hinterfragen und darüber weiterzuentwickeln.

Kooperativer Ansatz als Grundlage

Das JIL folgt insgesamt einem offenen, kooperativen Ansatz. Jede Behörde, aber auch jede Forschungseinrichtung oder jedes Unternehmen kann grundsätzlich Teil dieser “Mitmach-Bewegung” werden. Wir glauben jedoch nicht, dass große abstrakte Netzwerke der Weg sind, Probleme zu lösen. Darum schließen wir gezielte praktische Kooperationen.

Durch das gemeinsame Arbeiten im Joint Innovation Lab wird ein erkenntnisreicher Forschungs- und Gestaltungsprozess in Gang gesetzt, der wiederum auch die Prozesse der jeweiligen beteiligten Organisationen in ihren Einzelaufgaben voranbringen wird.

3 Säulen: Joint Innovation Lab, MACH Innovation Hub, Northern Germany Innovation Office

Die Lösungen aus dem JIL, die für unsere Kunden in der öffentlichen Verwaltung geeignet sind, gehen schließlich in den MACH Innovation Hub, werden dort verfeinert und soweit möglich mit unseren bestehenden Produkten verknüpft.

Neben Hub und Lab bildet das kürzlich mit der schleswig-holsteinischen Landesregierung in San Francisco eröffnete Northern Germany Innovation Office eine dritte Säule. Durch das Büro können Trends und Technologien im Silicon Valley direkt vor Ort beobachtet und ins JIL übertragen werden, um sie für unsere Anforderungen, Rahmenbedingungen und Kultur zu adaptieren.

Jan Hedtfeld

Jan Hedtfeld,

Blockchain Experte und Leiter Joint Innovation Lab

Wegweiser in San Francisco

Wie Innovationen entstehen: Ein Besuch im Silicon Valley

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